LOGINSTATISTICPERIODDAYS - Detailbeschreibung
Überblick
Parameter:LOGINSTATISTICPERIODDAYS
Kategorie: Login
Standardwert: 30
Produkt: eTASK.Login
Was macht dieser Parameter?
Dieser Parameter legt die Aufbewahrungsfrist der Login-Statistik in Tagen fest. Das System erstellt bei jedem Anmeldeversuch (erfolgreich oder fehlgeschlagen) einen Datensatz in der Datenbank. Der Parameter steuert, wie lange diese Datensätze aufbewahrt werden, bevor sie automatisch gelöscht werden. Bei einem Wert von 0 werden die Daten nicht gelöscht und bleiben dauerhaft in der Datenbank erhalten.
Wofür wird dieser Parameter verwendet?
Sicherheitsüberwachung durch Aufzeichnung aller Anmeldeversuche zur Erkennung verdächtiger Aktivitäten
Forensische Analyse von Sicherheitsvorfällen durch historische Login-Daten
Compliance und Audit zur Erfüllung regulatorischer Anforderungen bei der Protokollierung von Benutzeranmeldungen
Analyse von Benutzerverhalten und Anmeldemustern zur Optimierung der Systemverfügbarkeit
Technische Details (für Administratoren)
Format: Ganzzahl (Integer)
Standardwert: 30
Gültige Werte:
0= Keine automatische Löschung - dauerhafte Aufbewahrung der Login-Statistiken1bis999999= Anzahl der Tage, nach denen Login-Statistik-Datensätze gelöscht werden
Wichtige Hinweise:
Die Erfassung erfolgt automatisch bei jedem Anmeldeversuch (erfolgreich oder fehlgeschlagen)
Jeder Datensatz enthält Informationen wie Zeitstempel, Benutzername, Erfolg/Misserfolg, Browser-Informationen und Anmeldemethode
Bei Wert 0 werden Login-Statistiken permanent gespeichert
Die Bereinigung alter Datensätze erfolgt durch einen zeitgesteuerten Prozess im System
Die Berechnung der Aufbewahrungsfrist basiert auf dem Erstellungszeitpunkt des Datensatzes
Zusammenspiel mit anderen Parametern:
KEEPLOGSDAYS: Steuert die Aufbewahrungsfrist von Protokolldateien im Dateisystem, während LOGINSTATISTICPERIODDAYS nur die Logindaten betrifft
Wann sollten Sie diesen Wert ändern?
Wert auf 30 belassen (Standard), wenn:
Standardmäßige Sicherheits- und Compliance-Anforderungen ausreichend sind
Keine speziellen regulatorischen Vorgaben bestehen
Übliche Sicherheitsanalysen innerhalb eines Monats erfolgen
Wert auf 60-365 erhöhen, wenn:
Erhöhte Sicherheitsanforderungen in regulierten Branchen (Finanzen, Gesundheitswesen) bestehen
Gesetzliche oder vertragliche Compliance-Vorgaben längere Aufbewahrung vorschreiben
Sicherheitsvorfälle häufig erst nach längerer Zeit erkannt werden
Ausführliche Quartals- oder Jahresberichte über Anmeldeaktivitäten erstellt werden
Forensische Analysen regelmäßig mehrere Monate zurückreichen
Wert auf 0 setzen (dauerhafte Speicherung), wenn:
Strengste Audit-Anforderungen eine vollständige Historie verlangen
Externe Compliance-Vorschriften keine zeitliche Begrenzung erlauben
Manuelle oder externe Archivierungsprozesse etabliert sind
Wert auf 7-14 reduzieren, wenn:
Login-Statistiken primär für aktuelle Überwachung benötigt werden
Externe SIEM-Systeme die Daten bereits langfristig archivieren
DSGVO-Datensparsamkeit höchste Priorität hat
Sehr hohe Anzahl von Anmeldevorgängen täglich erfolgt
Wichtige Hinweise
DSGVO-Konformität
Die Aufbewahrung von Login-Daten mit personenbezogenen Informationen muss gegen berechtigte Sicherheitsinteressen abgewogen werden. Dokumentieren Sie die Rechtsgrundlage für die gewählte Aufbewahrungsdauer in Ihrem Verarbeitungsverzeichnis.Keine rückwirkende Anpassung
Eine Änderung des Parameters wirkt nur auf zukünftige Bereinigungsvorgänge. Bereits vorhandene Daten außerhalb der neuen Frist werden beim nächsten Bereinigungslauf gelöscht.Koordination mit Protokolldateien
Für eine konsistente Audit-Strategie sollte dieser Parameter mit KEEPLOGSDAYS (Aufbewahrung von Logdateien) abgestimmt werden. Beide Parameter decken unterschiedliche Aspekte der Protokollierung ab.
Sicherheit
Hat eine Änderung dieses Parameters Auswirkungen auf die Sicherheit?
Ja, dieser Parameter hat direkte Auswirkungen auf die Sicherheit des Systems.
Positive Aspekte:
Ermöglicht Erkennung von Angriffsversuchen durch Aufzeichnung fehlgeschlagener Anmeldungen
Unterstützt forensische Analysen nach Sicherheitsvorfällen
Schafft Audit-Trail für Compliance-Nachweise
Hilft bei der Identifizierung von Brute-Force-Angriffen und verdächtigen Anmeldemustern
Zu beachten:
Zu kurze Aufbewahrungsfristen können wichtige Beweise für Sicherheitsvorfälle zerstören
Zu lange Speicherung erhöht Datenschutzrisiken durch unnötige Datenhaltung
Bei Wert 0 können personenbezogene Daten unbegrenzt in der Datenbank verbleiben
Gelöschte Statistiken stehen für nachträgliche Untersuchungen nicht mehr zur Verfügung
Datenschutzrechtliche Bewertung:
DSGVO-Grundsatz der Speicherbegrenzung: Daten sollten nicht länger als nötig aufbewahrt werden
Balance zwischen berechtigten Sicherheitsinteressen und Datenschutz erforderlich
Personenbezogene Daten in Login-Statistiken müssen nach angemessener Frist gelöscht werden
Dokumentation der Aufbewahrungsfrist im Verarbeitungsverzeichnis notwendig
Empfehlung: Wählen Sie eine Aufbewahrungsfrist zwischen 30-90 Tagen für Standard-Umgebungen. Dies bietet ausreichend Zeit für Sicherheitsanalysen. Vermeiden Sie Wert 0, außer bei zwingenden Compliance-Gründen. Stellen Sie sicher, dass die Frist mit Ihrer Datenschutzerklärung übereinstimmt.
Praktisches Beispiel
Ausgangssituation: Ein mittelständisches Unternehmen mit 500 Mitarbeitern betreibt eTASK mit Standardeinstellungen. Der Datenschutzbeauftragte fordert nach einer DSGVO-Prüfung die Reduzierung der Aufbewahrungsfristen für personenbezogene Daten auf das absolute Minimum. Gleichzeitig verlangt die IT-Sicherheit nach einem Sicherheitsvorfall längere Aufbewahrungsfristen für Login-Statistiken zur forensischen Analyse.
Konflikt:
LOGINSTATISTICPERIODDAYS = 30 (Standard)
Datenschutz fordert: Reduzierung auf 14 Tage (Datensparsamkeit)
IT-Sicherheit fordert: Erhöhung auf 90 Tage (nach einem Vorfall wurde festgestellt, dass verdächtige Aktivitäten erst 6 Wochen später entdeckt wurden)
Compliance-Mindestanforderung: 30 Tage für interne Audits
Entscheidung: Nach Abwägung der Interessen setzt das Unternehmen den Wert auf 60 Tage.
Begründung:
Sicherheitsvorfälle werden erfahrungsgemäß innerhalb von 4-6 Wochen entdeckt
60 Tage bieten ausreichend Puffer für verzögerte Analysen (Urlaub, Krankheit)
Datenschutzrechtlich gerechtfertigt durch berechtigtes Sicherheitsinteresse
Dokumentiert als "erforderlich für IT-Sicherheit und Compliance" im Verarbeitungsverzeichnis
Balance zwischen Datensparsamkeit und Sicherheitsbedürfnissen
Nach der Änderung:
Login-Statistiken werden nach 60 Tagen automatisch gelöscht
IT-Sicherheit kann auf 2 Monate Daten für Analysen zugreifen
Datenschutz akzeptiert die Frist als verhältnismäßig
Monatliche Sicherheitsberichte können vollständige Daten nutzen
Compliance-Anforderungen sind erfüllt
Ergebnis: Die 60-Tage-Regelung schafft einen praktikablen Kompromiss zwischen den widerstreitenden Anforderungen. Das Unternehmen dokumentiert diese Entscheidung transparent und überprüft sie jährlich im Rahmen der Datenschutz-Folgenabschätzung.
Alternative Szenarien:
Szenario A - Finanzinstitut mit strengen Regulierungen:
LOGINSTATISTICPERIODDAYS auf 365 gesetzt
BaFin-Anforderungen verlangen einjährige Aufbewahrung aller Zugriffsprotokolle
Datenschutz ist nachrangig gegenüber regulatorischen Pflichten
Jährliche externe Audits prüfen vollständige Login-Historie
Szenario B - Startup mit externer SIEM-Lösung:
LOGINSTATISTICPERIODDAYS auf 7 gesetzt
Login-Daten werden täglich an externes Security Information and Event Management System übertragen
SIEM-System übernimmt langfristige Aufbewahrung und Analyse
Lokale Datenbank enthält nur aktuelle Woche für operative Zwecke
Empfohlene Einstellung
Für Standard-Installationen:30(Tage)
Begründung:
Ausgewogene Balance zwischen Sicherheitsüberwachung und Datenschutz
Entspricht typischen Reaktionszeiten bei Sicherheitsvorfällen
Erfüllt übliche Compliance- und Datenschutzanforderungen
Gibt Sicherheitsteams ausreichend Zeit für Analysen
Wichtig: Setzen Sie den Wert niemals auf 0 in Produktionsumgebungen, außer Sie haben eine klare Compliance-Anforderung. Bei Wert 0 übernehmen Sie die volle Verantwortung für Datenschutz-Konformität.
Tipp: Überwachen Sie in den ersten Wochen nach einer Änderung die tatsächliche Nutzung der historischen Daten für Sicherheitsanalysen. Passen Sie den Wert bei Bedarf an. Dokumentieren Sie die gewählte Aufbewahrungsfrist in Ihrer Datenschutzerklärung und stimmen Sie sich mit Ihrem Datenschutzbeauftragten ab.
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