LOADBALANCERMODEON - Detailbeschreibung

LOADBALANCERMODEON - Detailbeschreibung

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Überblick

Parameter:LOADBALANCERMODEON
Kategorie: LoadBalancer
Standardwert: 0
Produkt: eTASK.Sonstige (LoadBalancer)


Was macht dieser Parameter?

Legt fest, ob das FM-Portal hinter einem Loadbalancer betrieben wird. Wird der Wert 1 eingetragen, ist der LoadBalancer-Modus aktiv. Der Standardwert ist 0. Im aktivierten Modus verwendet das Portal eine zentral konfigurierte Basis-URL für alle generierten Links und Weiterleitungen, anstatt die URL aus der aktuellen HTTP-Anfrage zu ermitteln. Dies stellt sicher, dass alle Portal-Instanzen hinter dem Loadbalancer identische URLs erzeugen, unabhängig davon, welcher Server die Anfrage bearbeitet.


Wofür wird dieser Parameter verwendet?

  • Betrieb mehrerer Portal-Instanzen hinter einem Loadbalancer

  • Sicherstellung konsistenter URL-Generierung über alle Server hinweg

  • Vermeidung von Session-Problemen durch inkonsistente URLs

  • Horizontale Skalierung in Produktionsumgebungen

  • High-Availability-Szenarien mit mehreren Backend-Servern

  • Cloud-Deployments mit Auto-Scaling-Gruppen

  • Verhinderung der Exposition interner Servernamen in generierten Links

  • Unterstützung von SQL Server Session State ohne Sticky Sessions


Technische Details (für Administratoren)

Format: Integer (wird als Boolean behandelt)
Standardwert: 0

Gültige Werte:

  • 0 = LoadBalancer-Modus ist nicht aktiv (Standard)

  • 1 = LoadBalancer-Modus ist aktiv

Wichtige Hinweise:

  • Im deaktivierten Zustand (0) ermittelt jede Instanz ihre URL dynamisch aus der HTTP-Anfrage

  • Im aktivierten Zustand (1) verwenden alle Instanzen die zentral konfigurierte URLBASE

  • Der Parameter beeinflusst die URL-Generierung für Links, Redirects und API-Antworten

  • Erfordert zwingend die korrekte Konfiguration des URLBASE-Parameters

  • Wirkt sich auf die URL-Erzeugung in Datenbank-Funktionen aus

  • Keine Änderung erforderlich bei Single-Server-Installationen

Zusammenspiel mit anderen Parametern:

  • EXECUTETIMERJOBS: Verhindert doppelte Ausführung von Hintergrund-Jobs auf mehreren Instanzen - sollte nur auf einer Instanz auf 1 gesetzt sein

  • URLBASE: Enthält die öffentliche Portal-URL, die im LoadBalancer-Modus verwendet wird


Wann sollten Sie diesen Wert ändern?

Wert auf 1 setzen (LoadBalancer-Modus aktivieren), wenn:

  • Sie mehrere Portal-Server hinter einem Loadbalancer betreiben

  • Horizontal Scaling für höhere Last implementiert wird

  • High Availability durch Server-Redundanz gewährleistet werden soll

Wert auf 0 belassen (Standard), wenn:

  • Nur ein einzelner Portal-Server betrieben wird

  • Keine Loadbalancer-Infrastruktur vorhanden ist


Wichtige Hinweise

  1. URLBASE muss korrekt konfiguriert sein
    Vor Aktivierung des LoadBalancer-Modus muss der URLBASE-Parameter auf die öffentliche, von außen erreichbare URL gesetzt werden (z.B. https://portal.firma.de). Falsche URLBASE-Werte führen zu fehlerhaften Links.

  2. Koordination mit EXECUTETIMERJOBS erforderlich
    In einer Multi-Server-Umgebung sollte EXECUTETIMERJOBS nur auf einer Instanz auf 1 gesetzt sein, um doppelte Ausführung von Timer-Jobs zu vermeiden. Alle anderen Instanzen erhalten EXECUTETIMERJOBS=0.

  3. Gründliches Testen nach Aktivierung
    Nach Umstellung auf LoadBalancer-Modus sollten alle kritischen Funktionen getestet werden: Login, Navigation, Report-Generierung, Workflow-Übergänge, API-Aufrufe.

  4. Änderung während des Betriebs möglich
    Die Aktivierung kann ohne Downtime erfolgen. Allerdings sollte die Umstellung in Koordination mit anderen Konfigurationsänderungen erfolgen.


Sicherheit

Hat eine Änderung dieses Parameters Auswirkungen auf die Sicherheit?

Nein, eine Änderung des Parameters hat keine Auswirkungen auf die Sicherheit.


Praktisches Beispiel

Ausgangssituation: Ein Unternehmen betreibt einen Portal-Server (PORTALSERVER-A) ohne Loadbalancer mit der öffentlichen URL https://portal.firma.de. Benutzer berichten über längere Zugriffszeiten während Spitzenlastphasen, z.B. morgendlicher Login. Die Konfiguration zeigt LOADBALANCERMODEON=0.

Konfiguration: Der Administrator setzt zweiten Server mit Portal Installation auf, setzt URLBASE=https://portal.firma.de und ändert LOADBALANCERMODEON auf 1 auf beiden Servern. Zusätzlich wird EXECUTETIMERJOBS=1 auf PORTALSERVER-A und EXECUTETIMERJOBS=0 auf dem anderen Server gesetzt.

Nach der Änderung:

  • Alle generierten Links zeigen einheitlich https://portal.firma.de, unabhängig vom bearbeitenden Server

  • Lastspitzen werden auf zwei Server verteilt

  • Timer-Jobs laufen nur auf einem Server, keine Konflikte mehr

  • Loadbalancer kann Round-Robin verwenden

Ergebnis: Stabile Multi-Server-Umgebung mit konsistenten URLs und verbesserter Benutzerfreundlichkeit. Die Session-Stabilität erhöht sich deutlich, und die Infrastruktur ist für weiteres Wachstum vorbereitet.


Empfohlene Einstellung

Für Standard-Installationen:0(LoadBalancer-Modus deaktiviert)

Begründung:

  • Die meisten Installationen laufen auf einem einzelnen Server

  • Kein Loadbalancer vorhanden, daher nicht erforderlich

  • Dynamische URL-Erkennung funktioniert zuverlässig im Single-Server-Betrieb

  • Einfachere Konfiguration ohne zusätzliche Abhängigkeiten

  • Standard-Einstellung für typische Unternehmensinstallationen

 

Wichtig: Wenn Sie von Single-Server auf Loadbalancer-Setup migrieren, planen Sie die Umstellung sorgfältig. Aktivieren Sie LOADBALANCERMODEON=1, und koordinieren Sie EXECUTETIMERJOBS über alle Instanzen hinweg.

 


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