KEEPLOGSDAYS - Detailbeschreibung
Überblick
Parameter:KEEPLOGSDAYS
Kategorie: Logging
Standardwert: 30
Produkt: eTASK.Sonstige (Logging)
Was macht dieser Parameter?
Legt fest, wie viele Tage alte Protokolldateien aufbewahrt werden, bevor sie automatisch gelöscht werden. Das System prüft beim Archivieren von Log-Dateien, ob ältere Dateien die angegebene Aufbewahrungsfrist überschritten haben und entfernt diese automatisch. Dies verhindert, dass das Log-Verzeichnis durch veraltete Protokolldateien überfüllt wird.
Wofür wird dieser Parameter verwendet?
Automatische Bereinigung alter Protokolldateien im Log-Verzeichnis
Speicherplatzmanagement auf dem Server
Einhaltung von Datenschutzrichtlinien zur Aufbewahrung von Logs
Vermeidung von Festplattenproblemen durch unbegrenzt wachsende Log-Verzeichnisse
Reduzierung des Backup-Volumens durch Begrenzung der Log-Datenmengen
Compliance mit unternehmensinternen Aufbewahrungsfristen
Performance-Optimierung beim Durchsuchen von Log-Verzeichnissen
Technische Details (für Administratoren)
Format: Ganzzahl (Integer)
Standardwert: 30
Gültige Werte:
0= Logs werden niemals automatisch gelöscht - unbegrenzte Aufbewahrung1bis999999= Anzahl der Tage, nach denen Log-Dateien gelöscht werden
Wichtige Hinweise:
Die Löschung erfolgt automatisch, wenn eine neue Log-Datei archiviert wird
Die aktuelle aktive Log-Datei wird niemals gelöscht
Das System verwendet das Datum der letzten Änderung der Datei als Berechnungsgrundlage
Bei Wert 0 müssen Logs manuell bereinigt werden, um Speicherplatzprobleme zu vermeiden
Die Berechnung erfolgt auf Basis von Tagen
Archivierte Log-Dateien erhalten einen Zeitstempel im Dateinamen
Mehrere Archiv-Dateien vom selben Tag erhalten eine fortlaufende Nummer
Zusammenspiel mit anderen Parametern:
LOGFILEMAXSIZE: Steuert, wann Log-Dateien archiviert werden und damit die Bereinigungsprüfung ausgelöst wird
Wann sollten Sie diesen Wert ändern?
Wert auf 30 belassen (Standard), wenn:
Standardmäßige Aufbewahrungsfristen ausreichend sind
Keine speziellen regulatorischen Anforderungen bestehen
Kein erhöhtes Log-Volumen erwartet wird
Übliche Fehleranalyse innerhalb eines Monats erfolgt
Wert auf 60-90 erhöhen, wenn:
Längere Aufbewahrungsfristen für Audits erforderlich sind
Compliance-Anforderungen längere Aufbewahrungszeiten vorschreiben
Fehleranalysen häufig mehrere Wochen zurückreichen
Genügend Speicherplatz vorhanden ist
Regulatorische Anforderungen bestehen (z.B. DSGVO, GoBD)
Wert auf 7-14 reduzieren, wenn:
Begrenzter Festplattenspeicher verfügbar ist
Logs primär für aktuelle Fehleranalyse benötigt werden
Externe Log-Management-Systeme verwendet werden
Backup-Zeiten reduziert werden sollen
Wert auf 0 setzen (Keine automatische Löschung), wenn:
Logs manuell oder durch externe Systeme verwaltet werden
Vollständige Protokollhistorie erforderlich ist
Logs für forensische Analysen aufbewahrt werden müssen
Ausreichend Speicherplatz garantiert ist
Manuelle Bereinigungsprozesse etabliert sind
Wichtige Hinweise
Automatische Bereinigung nur beim Archivieren
Die Löschung alter Dateien erfolgt nur, wenn das System eine neue Log-Datei archiviert. Bei geringem Log-Volumen kann es länger dauern, bis alte Dateien entfernt werden.Aktuelle Log-Datei geschützt
Die aktuell aktive Log-Datei wird niemals gelöscht, unabhängig vom eingestellten Wert. Nur bereits archivierte Dateien mit Zeitstempel im Namen werden bereinigt.Speicherplatzüberwachung bei Wert 0
Bei deaktivierter automatischer Bereinigung müssen Administratoren das Log-Verzeichnis manuell überwachen. Volle Festplatten können zu schwerwiegenden Systemfehlern führen.Datenschutzrechtliche Aspekte
In Logs können personenbezogene Daten enthalten sein. Die Aufbewahrungsfrist sollte datenschutzrechtlichen Anforderungen entsprechen und nicht unnötig lang sein.Bereinigung mehrerer Log-Typen
Der Parameter wirkt sich auf alle vom eTASK-Logger verwalteten Protokolldateien aus, nicht nur auf die Hauptprotokoll-Datei.Zeitberechnung
Die Berechnung basiert auf dem Zeitpunkt der letzten Dateiänderung, nicht auf dem Zeitstempel im Dateinamen. Bei nachträglichen Änderungen kann dies zu Abweichungen führen.
Sicherheit
Hat eine Änderung dieses Parameters Auswirkungen auf die Sicherheit?
Ja, eine Änderung des Parameters kann Auswirkungen auf die Sicherheit haben.
Positive Aspekte:
Verhindert Denial-of-Service durch Festplattenvollaufen
Reduziert die Zeitspanne, in der sensible Daten in Logs gespeichert sind
Entspricht dem Prinzip der Datensparsamkeit und Speicherbegrenzung
Reduziert Angriffsfläche durch kürzere Aufbewahrung sensibler Informationen
Negative Aspekte:
Zu kurze Aufbewahrungsfristen können Forensik nach Sicherheitsvorfällen erschweren
Bei Wert 0 können sensible Daten unbegrenzt auf dem Server verbleiben
Gelöschte Logs stehen für Incident-Response nicht mehr zur Verfügung
Compliance-Verstöße bei zu kurzen oder zu langen Aufbewahrungsfristen
Datenschutzrechtliche Bewertung:
DSGVO-Grundsatz der Speicherbegrenzung: Logs sollten nicht länger als nötig aufbewahrt werden
Personenbezogene Daten in Logs müssen nach angemessener Frist gelöscht werden
Balance zwischen berechtigten Interessen (Fehleranalyse) und Datenschutz
Dokumentation der Aufbewahrungsfrist im Verarbeitungsverzeichnis erforderlich
Empfehlung: Wählen Sie eine Aufbewahrungsfrist zwischen 30-90 Tagen basierend auf Ihren Compliance-Anforderungen. Vermeiden Sie Wert 0, außer wenn ein alternatives Log-Management-System aktiv ist. Stellen Sie sicher, dass die Frist mit Ihrer Datenschutzerklärung übereinstimmt.
Praktisches Beispiel
Ausgangssituation: Ein Unternehmen betreibt das eTASK-Portal mit Standard-Einstellungen. Nach einem Jahr bemerkt der Administrator, dass das Log-Verzeichnis 50 GB belegt und das Backup immer länger dauert. Eine Analyse zeigt, dass hunderte archivierte Log-Dateien vorhanden sind, die teilweise über ein Jahr alt sind.
Konfiguration: Der Administrator überprüft KEEPLOGSDAYS und stellt fest, dass der Wert auf 0 gesetzt war. Vermutlich wurde dies bei der Erstinstallation versehentlich so konfiguriert. Er ändert den Wert auf 60 Tage.
Nach der Änderung:
Beim nächsten Log-Archivierungsvorgang werden alle Dateien älter als 60 Tage gelöscht
Das Log-Verzeichnis reduziert sich von 50 GB auf 8 GB
Backup-Zeiten verkürzen sich deutlich
Ausreichend Protokollhistorie für typische Fehleranalysen bleibt erhalten
DSGVO-Konformität wird wiederhergestellt
Ergebnis: Optimiertes Speichermanagement ohne Verlust relevanter Diagnosedaten. Die 60-Tage-Frist ermöglicht Fehleranalysen auch bei verzögerter Fehlermeldung und entspricht gleichzeitig datenschutzrechtlichen Anforderungen.
Alternative Szenarien:
Szenario A - Behörde mit strengen Aufbewahrungspflichten:
KEEPLOGSDAYS auf 365 gesetzt
Logs müssen für Revisionen ein Jahr verfügbar sein
Ausreichend Speicherplatz vorhanden
Jährliche manuelle Archivierung auf Langzeitspeicher
Szenario B - High-Traffic-Portal mit begrenztem Speicher:
KEEPLOGSDAYS auf 14 gesetzt
Sehr hohes tägliches Log-Volumen
Logs werden täglich an externes SIEM-System übertragen
Kurze lokale Aufbewahrung ausreichend
Empfohlene Einstellung
Für Standard-Installationen:30(Tage)
Begründung:
Ausgewogene Balance zwischen Speicherverbrauch und Diagnosefähigkeit
Entspricht typischen Fehleranalyse-Zeiträumen
Erfüllt übliche Datenschutzanforderungen
Verhindert unkontrolliertes Wachstum des Log-Verzeichnisses
Gibt Administratoren ausreichend Zeit für Fehlersuche
Empfehlungen nach Umgebung:
Produktionsumgebungen mit hohem Log-Volumen:
60(längere Aufbewahrung für kritische Analysen)Entwicklungs-/Testumgebungen:
14(kürzere Aufbewahrung, häufige Fehleranalysen)Behörden/regulierte Branchen:
90-365(Compliance-Anforderungen)Pilotprojekte/POC:
7(minimale Aufbewahrung bei begrenztem Speicher)
Wichtig: Setzen Sie den Wert niemals auf 0 in Produktionsumgebungen, außer Sie haben ein externes Log-Management-System implementiert. Bei Wert 0 übernehmen Sie die Verantwortung für manuelle Bereinigung.
Tipp: Überwachen Sie die Größe des Log-Verzeichnisses regelmäßig und passen Sie die Aufbewahrungsfrist bei Bedarf an. Dokumentieren Sie die gewählte Frist in Ihrer Datenschutzerklärung und im Verarbeitungsverzeichnis.
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